Auf dieser Seite des rpi-Wikis tragen Religionspädagog/innen Unterrichtsideen, Materialien und Links zum Thema "Trinität" (Primarstufe) zusammen und stellen ihre persönlichen Zugänge vor.
Kurzinfo
Hier ist Platz für die Darstellung des "didaktischen Anspruchs" des Themas und möglicher Zugänge zum Thema aus der Lebenswelt der Schüler/innen. Bitte nennt nur die notwendigsten Sachinformationen und verlinkt ansonsten zu Wikipedia u.a.
Die Besonderheit des christlichen Glaubens ist der Glaube an den einen Gott in drei Personen. Die Bezeichnung "Dreieinigkeit" betont die Einheit der göttlichen Personen, die Bezeichnung "Dreifaltigkeit" ihre Verschiedenheit (vgl. Dreifaltigkeit/Dreieinigkeit).
Trinität ist vor allem für nicht christlich sozialisierte Kinder nicht leicht zu verstehen. Auf den ersten Blick scheint es nicht viele Berührungspunkte mit dem Erleben der Kinder zu geben, aber bei genauem Hinsehen kristallisieren sich einige Punkte heraus:
- Warum wird Gott als Dreieck dargestellt?
- Viele Kinder "verwechseln" immer wieder Gott und Jesus.
- Die Wunder Jesu sind heute schwer nachvollziehbar. Es gibt zwei Erklärungsmöglichkeiten: Die "historische", die sie auf ein "normales" Maß zurückschraubt und die, dass Jesus Gott ist.
- Die Jungfrauengeburt. Auch hier sind zwei Erklärungen möglich.
- Was ist der Unterschied zwischen Jesus und anderen guten Menschen wie z.B. Mahatma Gandhi und Mutter Theresa?
- Was bedeutet Vater, Sohn und Heiliger Geist?
Unterrichtsideen
Hier ist Platz für ihre konkreten didaktisch-methodischen Ideen zum Thema. Lassen Sie uns teilhaben!
Überschrift zu einer neuen Idee
Idee
Kompetenzen
Vergessen Sie nicht ihre Signatur
Trinität mit einem Vergleich erklären
- H2O: Wasser, Eis, Dampf - und doch dieselbe Substanz
Dieses Bild ist problematisch, weil diese 3 Formen (=Modi) des Wassers in den seltensten Fällen nebeneinander existieren können. War der Himmel leer als Jesus auf der Erde lebte? Diese Denkrichtung nennt man "Modalismus" und sie ist zu Recht von der alten Kirche verworfen worden.
- es gibt eine wunderschöne Darstellung in der Jakobuskirche in Urschalling am Chiemsee. Dort weitet sich eine Säule ins Gewölbe hinein und die Trinität wird mit drei Personen dargestellt: Sohn, Hl. Geist (Frau), Vater. Sie haben nur zwei Hände, gehören zusammen...
- Ich könnte mir eine Hand vorstellen. Fünf Finger bilden eine Einheit, sind untrennbar miteinander verbunden, ergänzen einander und wenn einer fehlt, erleben wir das recht schmerzlich. Und doch haben die Finger verschiedene Aufgaben, die zwar auch von den jeweils anderen Fingern übernommen werden können, aber eben nur als Notlösung Und wenn's richtig rund läuft, arbeiten alle zusammen.
Da gibt's doch diesen Kinderspruch: "Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen..." Vielleicht hilft zur Veranschaulichung ein Gummihandschuh...
- Ein dreibeiniger Hocker. Der Hocker kann weder auf einem noch auf zwei Beinen stehen, ist unvollständig, nicht ausbalanciert. Alle drei Beine zusammen tragen das Ganze, geben Halt...
- Gott ist als Geheimnis über uns; Gott ist in Jesus Christus mit uns; Gott ist im Hl.Geist in uns.
Veranschaulichung mit dem Drei-Hasen-Fenster
Ich habe von meinen Kindern alles an Stoff- und Plüschhasen eingesammelt, was ich finden konnte, und setzte die alle vor den Altar. Und dann haben wir erst mal ein wenig Mathematik gemacht: Ein Hase hat zwei Ohren, zwei Hasen haben vier Ohren, drei haben sechs, vier acht usw. Zur Sicherheit nachfragen: Stimmt das wirklich? Klaro...man muss das ein wenig in die Länge ziehen, so dass die Kinder irgendwann mal ein wenig genervt sind, nach dem Motto: Das ist doch Kinderkram und selbstverständlich? (Um so größer ist nachher der Verblüffungseffekt)
Dann habe ich das Dreihasenfenster gezeigt und erst einmal gefragt, wie viele Hasen die Kinder sehen - klaro: drei. Das sehen die Kinder auch sofort. Und dann kam die spannende Frage: Wie war das noch? Drei Hasen haben wie viele Ohren? Als die Kinder dann die Ohren auf dem Fenster nachgezählt haben, kamen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Rest ist dann einfach: Die Verschränkung der drei göttlichen Personen, so dass jede nur mit den anderen beiden vollständig ist etc.
(Gerd Wagner)
Trinität im Kindermutmachlied
Wir singen das Lied "Wenn einer sagt, ich mag dich, du", das
Kindermutmachlied von Andreas Ebert.
Da gibt es die Aussage "ich mag dich...."
Und die Aussage "ich brauch dich..."
Darüber kann man mit den Kindern ins Gespräch kommen. Wenn die Erfahrungen allen plastisch vor Augen stehen, gehen wir zum Kreuzzeichen (oder zum "Ehre sei dem Vater..") über. Dann gibt es einen kurzen Lehrvortrag: Dass Gott mich mag, ist für mich lebensnotwendig. Es hat sich gezeigt, als er mich ins Dasein gerufen hat, vor allem aber als er Mensch geworden ist. Dass Gott mich braucht, zeigt sich, wenn er mir gute Einfälle gibt... Im Kreuzzeichen - oder im "Ehre sei dem Vater..." - heißt der Gott, der uns seine Liebe sagt, "Sohn", und der Gott, der will, dass wir aus Liebe auch etwas tun und die Möglichkeit dazu gibt, "Geist". Immer schon haben sich die Menschen gefragt, woher sie kommen und wie Gott ist. Die Christen sagen, eigentlich können wir das nicht wissen, sondern wir können nur zusehen, wie Gott auf uns zugekommen ist, als "Vater" des "Sohnes" Jesus Christus, und als unser Vater, der sich wünscht, dass wir recht viel aus unseren Gaben machen... Das gibt immer sehr interessante Stunden, bei denen man gut auf das reagieren muss, was die Sch. beitragen. Und die Nachfragen zeigen mir, dass etwas hängen bleibt.
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