Sitzenbleiben (Lebensraum Schule)

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Unter Versetzung versteht man das am Ende eines Schuljahres erfolgende Aufrücken einer Schülerin oder eines Schülers in die nächste (höhere) Klassenstufe. Über die Versetzung oder Nicht-Versetzung entscheiden die Lehrkräfte, dabei orientieren sie sich an den Leistungen der SchülerInnen. In der Regel muss für eine Versetzung mindestens ein Notendurchschnitt von 4,0 (ausreichend) erreicht werden.

Versetzung und Wiederholung werden in anderen Ländern unterschiedlich gehandhabt. In Schweden und Finnland findet stattdessen eine individuelle Förderung statt. Im Schulsystem in Großbritannien ist eine Wiederholung der Klassenstufe nicht üblich. In den Vereinigten Staaten rücken Schüler am Ende des Schuljahres automatisch in die nächste Klassenstufe auf; der Begriff der "Versetzung" ist dort nicht geläufig.
Quelle: Wikipedia: Versetzung

Dies ist eine kollegiale Materialsammlung im rpi-Wiki im Themenportal Lebensraum Schule.

Unterrichtsideen

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Aktuell


Informationen

  • Spiegel: Sitzenbleiben ist nutzlos und teuer (03.09.2009)
    "Wenn Schüler eine Klasse wiederholen müssen, ist das ärgerlich, nicht nur für sie selbst: Ehrenrunden fressen laut einer neuen Studie rund eine Milliarde Euro pro Jahr - und niemand hat etwas davon: Statt sich zu verbessern, verplempern Wiederholer meist lediglich Lebenszeit." - Länderquoten zum Sitzenbleiben: mehr
  • Bertelsmann Stiftung: "Teuer und unwirksam" (03.09.2009)
    "Knapp eine Milliarde Euro geben die deutschen Bundesländer insgesamt jährlich für Klassenwiederholungen aus. ... Dieses Geld ist offenkundig schlecht angelegt: Die Untersuchung macht deut­lich, dass Sitzenbleiben pädagogisch wirkungslos ist." Grafik und Ergebnisse der Studie zum Herunterladen.
  • Newsclick: "Sitzenbleiben ist bei uns fast unmöglich" (28.08.2006)
    "Noten gibt es bei uns erst ab der siebten Klasse. Und Sitzenbleiben ist in Finnland fast unmöglich." Lehrkräfte unterrichten zu zweit oder zu dritt in einer Klasse, am Ende einer Schulstunde beurteilen die Schüler/innen selbst, was sie gelernt haben. Interview mit einem finnischen Lehrerausbilder.


Schulentwicklung

Das Leibniz-Gymnasium in Essen versucht, die Ergebnisse der pädagogisch-psychologischen Forschung und der bildungspolitischen Debatte in ein Schulkonzept umzusetzen. Das betrifft die Gestaltung des Lernumfeldes, Unterrichtsgestaltung, Hausaufgabenbetreuung und Lerngruppen, Leistungskontrolle und Lehrerfortbildung. Der Selektionsgedanke wird durch den Fördergedanken ersetzt. Basis aller pädagogischer Maßnahmen ist eine positiv erlebte Schüler-L...
Im Rahmen der Initiative "Komm mit!- Fördern statt Sitzenbleiben" wurde in NRW Projektschulen an fünf Standorten eine Lehrerfortbildung zu Bausteinen einer individuellen Förderung angeboten mit den Schwerpunkten „Schüler verstehen“, „Lernmotivation“, „Neue Formen der Individualisierung“ und „Lernschwierigkeiten in Deutsch und Mathematik bearbeiten“. Die Vorträge können hier heruntergeladen werden.
Andere Länder haben Wege beschritten, um Klassenwiederholungen zu vermeiden. Sie haben eine intensive Beratungs- und Vertrauenskultur entwickelt. Beispielsweise gibt es in Finnland einen Laufbahnberater, der sich an der Universität für diese Aufgabe qualifiziert hat. Er unterstützt bei allen schulischen Entscheidungen und sorgt dafür, dass jeder Schulabgänger untergebracht ist. Es ist zu fragen, wie wir unsere Schüler/innen zu Subjekten des Le...


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