Simeon und Hanna (Bibliochat)
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[Bearbeiten] Reflexion
[Bearbeiten] Bibeltext
22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen,
23 wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn (2.Mose 13,2; 13,15): »Alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, soll dem Herrn geheiligt heißen«,
24 und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: »ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben« (3.Mose 12,6-8).
25 Und siehe, ein Mann war in Jerusalem, mit Namen Simeon; und dieser Mann war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war mit ihm.
26 Und ihm war ein Wort zuteil geworden von dem Heiligen Geist, er solle den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen.
27 Und er kam auf Anregen des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz,
28 da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:
29 Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast;
30 denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen,
31 den du bereitet hast vor allen Völkern,
32 ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.*
33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde.
34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird
35 – und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit vieler Herzen Gedanken offenbar werden.
36 Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser; die war hochbetagt. Sie hatte sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt, nachdem sie geheiratet hatte,
37 und war nun eine Witwe an die vierundachtzig Jahre; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht.
38 Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
[Bearbeiten] Kommentar
[Bearbeiten] Reinigung
- Nach der Geburt eines Kindes galt eine jüdische Frau bis zum Zeitpunkt der Reinigung als unrein und konnte nicht am gesellschaftlichem Leben teilnehmen.
[Bearbeiten] ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben
- Opfer der Armen
[Bearbeiten] Simeon
- Wortbedeutung: Erhörung
[Bearbeiten] Heiliger Geist
- Der Heilige Geist, der auf Simeon ruht, ist der Geist der Prophetie und der Inspiration, der nur einzelnen gegeben war und erst zur messianischen Zeit der ganzen Gemeinde gehörte.
[Bearbeiten] Christus
- Gr. Christos: Gesalbter
- Stellt Jesus als der von seinem Vater Berufene dar.
[Bearbeiten] Tempel
- zentrales Heiligtum der Juden in Jerusalem
[Bearbeiten] Heiden
- Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben
[Bearbeiten] Lobgesang des Simeon
- V. 29-32
- Simeon, der sich selbst als Diener Gottes bezeichnet, wird durch die Erfüllung des Wort Gottes aus dem Dienstverhältnis entlassen. Er hat den Messias, den Erlöser aller Völker, sehen dürfen. Nun, da er den Anbruch des Endheils selbst erleben durfte, kann Simeon in Frieden sterben.
[Bearbeiten] Segnung
- Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen
[Bearbeiten] Hanna
- Wortbedeutung : Gottbegnadete
[Bearbeiten] Witwe
- Der Verzicht auf Wiederheirat ist sowohl im jüdischem Sinn als auch im Sinn der Kirchenordnung. Hanna ist somit eine vorbildliche Witwe, was ihre Frömmigkeit und Gottesfurcht unterstreicht.
[Bearbeiten] vierundachtzig Jahre
- Die Zahl 84 kann sich sowohl auf Hannas Lebensalter als auch auf die Zeit ihrer Witwenschaft beziehen.
- 84=7*12 - Heilige Zahlen, die auf Hannas heiligen Lebenswandel hinweisen. Die Zahl 12 könnte hierbei auf die 12 Stämme Israels verweisen.
[Bearbeiten] Erlösung Jerusalems
- "Erlösung" beschreibt hier die endzeitliche Befreiung
- "Jerusalem" steht hierbei stellvertretend für das ganze Volk
[Bearbeiten] Literatur und weiterführende Links
- Bovon, Francois: Das Evangelium nach Lukas. Benziger/Neukirchener Verlag, 1989.
- Hainz, Josef. Sand, Alexander: Münchener theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament. Patmos Verlag Düsseldorf, 1997.
- Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament III. Wiefel, Wolfgang. Das Evangelium nach Lukas. Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1987.
- Zürcher Bibelkommentare. Schmithals, Walter: Das Evangelium nach Lukas. Theologischer Verlag Zürich, 1980.
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Theorie zum Bibliochat
Diese Seite wurde zuletzt am 7.10.2008 geändert.

