Schoepfung kreativ (Methoden)

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Auf dieser Seite wird eine Unterrichtseinheit zum Thema Schöpfung vorgestellt, die die üblichen Bahnen Schöpfung - Evolution verlässt. Durch kreative Methoden, besonders das Rollenspiel, sollen den Schülern die Augen für die Texte geöffnet werden. Es entwickeln sich automatisch Gesprächsmöglichkeiten, von denen man nur träumen kann, wenn man mit den Texten in den üblichen Bahnen bleibt.

Jahrgangsstufe: ca. 5. Klasse.


Der erste Schöpfungsbericht

Das Problem am ersten Schöpfungsbericht ist, dass sich der Leser sofort auf die 7 Tage stürzt und leicht den Rest übersieht.

Deshalb kann man den Text ohne "Es wurde Abend... der xte Tag" ausdrucken und lesen lassen.

Die Kinder können dazu Bilder malen, und zwar jedes Kind ein anderes. Selbst für große Klassen finden sich im Text genügend Details, die ins Bild gesetzt werden können.

Wenn der Text danach noch mal gelesen wird, können die passenden Bilder hochgehalten werden.

Was ist das Wichtigste des Textes? "Es war gut!"

Was ist eigentlich "gut"?

Hinterher kann man den Text mit Tageseinteilung lesen und vergleichen: Ein kompliziertes Geschehen wird in fassbare Abschnitte gegliedert. Es geht um Ordnung, eine Ordnung, die uns als Lesern gut tut.

Der Text beantwortet viele Fragen nicht. Wie kann man von "Tag" reden, wenn die Gestirne, nach denen man "Tag" festlegt, erst am 3. Tag erschaffen werden? Ist vielleicht so etwas wie ein "Arbeitstag" gemeint? Ein Tagewerk? Auch die Ruhe am Ende tut gut.


Der zweite Schöpfungsbericht

Den Bericht aus der Guten Nachricht möglichst gefühlvoll vorlesen. Die Kinder können mitlesen oder die Augen schließen und sich die Geschichte vorstellen.

Aufgabe1: In Gruppen zu 3-6 Kindern die Geschichte vorspielen.

Aufgabe2: Das Paradies ist als ein Ort gedacht, wo Menschen sich wohlfühlen, wo einfach alles stimmt. Wie würde heute solch ein Ort für Dich aussehen. Male.


Der Sündenfall

Auch diese Geschichte lässt sich wunderbar spielen. Vierergruppen sind ideal.

(Wenn die Zahl nicht aufgeht, spiele ich selber mit, aber dann ist meine Gruppe als letztes dran, denn sonst kommen danach nur noch Kopien von dem, was ich gespielt habe. Wenn ich eine würdige Schlange finde, spiele ich die Eva. Argumente für dieses Gespräch fallen jedem leicht, der "Perelandra" von C.S. Lewis gelesen hat.)

Man kann die Kinder auch ein Ende erfinden lassen. Das ist in der Regel ein Happy-End, wo die Schlange im hohen Bogen hinausbefördert wird. Das Ende in der biblischen Geschichte ist anders und es kann passieren, dass die Kinder stark darauf reagieren, z.T. auch ablehnend. Aber das Überraschende an diesem Ende ist, dass es die Welt beschreibt, wie wir - und eben auch die Kinder - sie erleben. Das merken sie.

Der Satz: "Ende gut - alles gut" oder "Am Ende geht immer alles gut aus" wird hier nicht eingehalten.

Kain und Abel

Die Kinder würnschen sich ein Happy-End, aber es gibt keins. Bereits die Namen der beiden Kinder lassen aufhorchen. Auf neudeutsch:


* Kain = Winner

* Abel = Looser

Auch diese Geschichte lässt sich sehr gut im Rollenspiel erarbeiten. Es ist hilfreich, die Rolle der Mutter hinzuzufügen, die den Kindern ihre Namen gibt. Wie mag sie sich wohl sonst ihnen gegenüber verhalten?

Ausblick

Egal, ob man hier aufhört, oder die Urgeschichte noch bis Kapitel 11 behandelt (oder ggf. wiederholt), sie endet unbefriedigend. In Genesis 12 beginnt die Geschichte Gottes mit Abraham: Ein erster Lichtblick.


Manzi 17:39, 17. Jan. 2008 (CET)


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