Feste bieten einen guten Zugang zu den Religionen. Gleichzeitig kann es dabei zu Verallgemeinerungen und Vereinfachungen kommen. Hier sind deshalb Hinweise zusammengestellt, die dazu beitragen sollen, der jeweiligen Religion gerecht zu werden.
Dies ist eine Materialsammlung aus dem Themenportal Interreligiöses Lernen.
Holi (Sieg des Lichtes über die Dunkelheit)
Indische Feste sind mit Geschichten verbunden. Bei "Holi" geht es darum, dass ein Königssohn von seinen egoistisch-machtsüchtigen Vater bedroht und fast zu Tode gebracht wird. Die Schwester des Königssohnes, Holi, war Feuer resistent, nicht jedoch ihr Bruder, der dennoch auf dem Scheiterhaufen nicht verbrannte.
Man ahnt: Holi ist ein Feuerfest, in dem der Sieg des Guten über das Böse gefeiert wird. Es ist im nordindischen Raum stärker beheimatet als im Süden.
Mehr zu Holi mit seinen verschiedenen Riten und Namen: Wikipedia: Holi:
Stolpersteine
Die Schwierigkeit, einen unmittelbaren Zugang zu finden, liegt auch daran, dass es nicht immer leicht ist, Inder und Inderinnen zu finden, die den Fragenden authentisch über dieses Fest berichten können.
Perspektiven
Durch den Bezug zu Dunkelheit und Licht liegt die Intention von HOLI in der Bejahung des Lebens, was durch die Kraft des Feuers ausgedrückt wird. Das heißt dann auch Freude im Sinne positiver Veränderungsmöglichkeiten. Da im Christentum das Passions-Fasten auf die Osterfreude verweist und die Passionszeit im Vorfühling liegt, ergeben sich hier durchaus Berührungspunkte.
Unterrichtsmaterialien
- Christine Moorcroft: Religionen kennen lernen: Hinduismus. Mülheim: verlag an der Ruhr 1998, S. 39-40
- Jacqueline Hirst with Geeta Pandey: Growing up in Hinduism. Harlow, Essex (UK): Longman 1990, S. 24-45