Arbeiten im Personalmanagement

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Die Firma Bahlsen produziert seit 118 Jahren erfolgreich Süßigkeiten. Ihr Hauptsitz in Hannover stellt einen wichtigen Teil des Unternehmens sowie der hannoverschen Wirtschaftswelt dar. Im Folgenden wird die Arbeit eines Personalreferenten anhand des Beispiels der Firma Bahlsen erläutert werden.


Berufsbilder

Max Muster (33), arbeitet in der Personalabteilung bei Bahlsen in Hannover. Als Personalreferent ist er für Rekrutierung, Hochschulmarketing und Personalentwicklung zuständig. Sein Studium jedoch ging gar nicht in diese Richtung - Herr Muster hat Theologie studiert. Wie wird man vom "beinahe" Pastor zum Personaler in der freien Wirtschaft? Es kann ein schelchter Abschluss sein, schlechte Berufsaussichten oder einfach die Einsicht das Falsche studiert zu haben, dass jemanden dazu bringt einen scheinbar komplett anderen Weg einzuschlagen. Max Muster hat sich nach seinem Studium dagegen entschieden Pastor zu werden und sich stattdessen der Wirtschaft zuzuwenden. Nach einer Beratung durch das Arbeitsamt kam er zur

Fortbildungsakademie der Wirtschaft

kurz FAW, bei der er den Lehrgang 

BWL für Personaler

belegte. Dieser Lehrgang wird auch vom Arbeitsamt finanziell unterstützt. Neben der Theorie baut der Lehrgang auf die Praxiserfahrung. So absolvierte Herr Muster ein einjähriges Praktikum in der Personalabteilung des Bertelsmann Konzerns.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs in der Tasche wurde er bei Bahlsen angestellt. Die Personalabteilung dort umfasst ca. 20-25 Mitarbeiter die in 6 Abteilungen arbeiten.

1.

Personalgewinnung

Hier werden Bedarfsermittlungen durchgeführt welche Abteilungen welche Stellen zu vergeben haben, entsprechende Profile erstellt und Stellenanzeigen ausgeschrieben, bzw. an das Arbeitsamt übermittelt. Zusammen mit den jeweiligen Abteilungsleitern werden Bewerbungsgespräche geführt. Diese Abteilung ist auch für die Auswahl, Betreuung und Einsatzplanung der Auszubildenden zuständig. 

2.

Hochschulmarketing

 Der Bereich in dem Herr Muster arbeitet. Er vertritt Bahlsen auf Messen und Veranstaltungen um auf die Firma als attraktiven Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Neben seiner Arbeit vor Ort sorgt er auch noch für entsprechende Image Anzeigen in Unizeitschriften (z.B. Unicum).

3.

Entgeltfragen

 In dieser Abteilung geht es um den Vergleich mit anderen Firmen, nicht nur im Bezug auf die Anpassung der Entgelte, das sogenannte Benchmarketing. 

4.

Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat

 Wie der Name schon sagt geht es hier darum eine möglichst harmonische Verbindung zwischen Mitarbeitern und Management zu ermöglichen. Die Personaler in dieser Abteilung kümmern sich um die korrekte Einhaltung des Mitbestimmungsrechtes des Betriebsrates in Firmenangelegenheiten. Außerdem führen sie Freisetzungs- und Abfindungsgespräche zusammen mit dem Betriebsrat. In dieser Abteilung ist man auch für den sogenannten 

Freisetzungsplan

zuständig. 

5.

Personalentwicklung

 Diese Abteilung ist für die Betreuung und Beratung der Mitarbeiter zuständig. Bei Problemen, privat oder beruflich, vermitteln die Personaler zwischen Mitarbeitern oder stellen eine Verbindung zu professioneller Hilfe her (z.B. Psychologen). Doch auch im negativen Falle ist diese Abteilung zuständig und verteilt in diesem Falle Abmahnungen.

6.

Lohn- und Gehaltsabrechnungen

 Hier geht es allein um die Sachbearbeitung der Abrechnungen.


Möglichkeiten für Religionspädagogen

Zusatzqualifikationen und Voraussetzungen


In der Regel haben Religionspädagogen als Quereinsteiger eine relativ gute Chance in den Beruf des Personalreferenten bzw. ins Personalmanagement einzusteigen. Wenn der Markt jedoch zu groß ist werden Experten mit den nötigen Abschlüssen und Qualifikationen eingestellt.

Eine Anstellung im Personalmanagement bzw. als Personalreferent setzt normalerweise ein abgeschlossenes BWL oder Wirtschaftswissenschaften Studium voraus. Als Quereinsteiger im Allgemeinen und als Religionspädagoge bleiben die folgenden Möglichkeiten um seine Chancen zu verbessern:


Praktika

werden vorausgesetzt. Viele Vertriebe setzen ein halbes Jahr voraus, damit gewährleistet werden kann, dass sich der Praktikant einarbeiten und auch in das Arbeitsgeschehen längerfristig eingeplant werden kann. Größere Vertriebe wie z.B. Bertelsmann bieten Praktikumstellen an, die sehr begehrt und beliebt sind. Bei Interesse an einer solchen Stelle wird dazu geraten ein Urlaubssemester einzulegen um genügend Zeit einplanen zu können.

Die Praktikumstellen der einzelnen Vertriebe, wie z.B. bei Bahlsen, sind auf der jeweiligen Homepage ersichtlich.

Die

Fortbildungsakademie der Wirtschaft

(FAW) bietet Quereinsteigern die Möglichkeit sich umschulen zu lassen. Die FAW ist besonders geeignet für Religionspädagogen oder Theologen, die sich entschieden haben einen anderen Berufsweg einzuschlagen. Praktika sind während der Umschulung bei der FAW inklusive. 

Wenn man sich als Religionspädagoge während seines Studiums Gedanken um Ausweichmöglichkeiten macht oder das Interesse an einer anderen Berufssparte, wie z.B. am Personalmanagement, besteht, sollte man sich früh genug um Zusatzqualifikationen kümmern und über eventuelle Praktika nachdenken. Je eher man sich um Qualifikationen bemüht um die Vorrausetzungen für den Beruf zu erfüllen, desto mehr Chancen hat man in den Beruf einzusteigen.


Vor- und Nachteile von Religionspädagogen (in den neuen Studiengängen)


Religionspädagogen haben gegenüber Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre einige Vorteile:

Religionspädagogen haben während ihres Studiums einen Schwerpunkt auf

didaktische Fähigkeiten

gelegt. Besonders im Personalmanagement, wo man täglich mit Menschen kommunizieren, verhandeln und Absprachen treffen muss, sind diese Fähigkeiten von Nutzen. Des weiteren werden einem Religionspädagogen 

zwischenmenschliche Prozesse

und Offenheit zugesprochen, die man während des Studiums erwirbt. Zur Rekrutierung und zur Beratung von Mitarbeiten sind diese Fähigkeiten sehr hilfreich. Das verständliche Mitteilen, Darstellen und die zwischenmenschliche Basis bringt einen Religionspädagogen sehr weit im Personalmanagement, wenn man es richtig anzuwenden weiß.

Dennoch gibt es einige Nachteile, die ein Religionspädagoge nur zum Teil oder gar nicht (durch sein Studium) erfüllen kann:

Das erforderte

Wirtschaftsstudium

kann nicht vorgelegt werden und die nötigen Qualifikationen, wie schon beschrieben, müssen extern erworben werden. Praktika und Umschulungen sind dringend notwendig, insbesondere wenn der Markt nicht so groß ist. 

Die neu eingeführten internationalen Studiengänge, wie z.B. der

Bachelor- und Masterstudiengang

stellt die Vertriebe vor eine neue Herausforderung, da sie die Absolventen und ihre Fähigkeiten noch nicht einschätzen können. In den kommenden Jahren müssen große Konzerne und Vertriebe sich dieser Situation stellen und sich mit ihr auseinandersetzen. 

Das Problem für Bachelor- und Masterstudierende ist, dass sie stark auf das Lernen fixiert sind und sich während des Studiums kaum eine Möglichkeit bietet, um die erforderlichen Anforderungen zu erfüllen.

Wenn man sich als Religionspädagoge beruflich im Personalmanagement verwirklichen möchte, sollte man sich seiner Vorteile bewusst sein, sich jedoch darum bemühen die Nachteile auszugleichen und mit Interesse und Offenheit glänzen und jede Chance nutzen im die nötigen Qualifikationen zu erwerben.


Weiterführende Informationen

www.xyz.de

Auf dieser Seite finden sich u.a. Informationen zu folgenden Bereichen:


  • dieses
  • Unterpunkt
  • Unterpunkt


  • jenes


www.abc.de

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Alternative Berufsfelder für Religionspädagog/innen

Verweise auf weitere Berufsfelder sowie allgemeine Informationen zu religionspädagogischen Komeptenzen und Schlüsselkompetenzen.