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Der
evangelische Pressedienst
'
(EPD)'
( [[1]] / [info@epd.de] ) ist eine von der ev. Kirche gestützten, jedoch unabhängige Nachrichtenagentur. Die Informationen über den Evangelischen Pressedienst und Journalismus als solchen stützen sich auf einen Vortrag von Ulrike Milhahn, Chefredakteurin des Evangelischen Pressedienstes Niedersachens und Bremens.
Was ist der EPD?
Der
EPD (Evangelischer Pressedienst)
wurde 1910 gegründet und ist eine unabhängige Nachrichtenagentur.
Er ist die älteste der heutigen deutschen Nachrichtenagenturen und die
wichtigste Quelle für evangelische Publizistik
in Medien. Finanziell wird die Agentur durch die Kirche unterstützt und der Hauptbeweggrund für eine Gründung waren die Interessen der ev. Kirche, sowie Informationen diese betreffend, der Welt zugänglich zu machen.
Der EPD befasst sich somit mit Informationen und Neuigkeiten die die evangelische Kirche betreffen und wandelt diese in Texte und Infografiken um. Diese Texte, Infografiken oder auch Fotos sind vorallem für die weltlichen Medien in Deutschland gedacht.
Heute hat der EPD rund 80 Redakteure an 40 Standorten in Deutschland. Der
Hauptsitz
jedoch ist in
Frankfurt am Main
, wo der EPD innerhalb des GEP (dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik) zu finden ist.
Neben dem Basisdienst, der für die Nachrichtenvergabe an die deutschen Zeitungen zuständig ist, veröffentlicht der EPD die überregionale Zentralausgabe und den Wochenspiegel. Hinzu kommen ein Featuredienst, der sich mit Reportagen, Hintergrundberichten und historischen Beiträgen beschäftigt, ein Aktueller Bilderdienst und ein Dienst für Grafiken.
Den verschiedenen Zeitungen stehen eine Text- und eine Bilddatenbank zur Verfügung. Zusätzlich druckt der EPD die Fachinformationsausgaben
EPD Dokumentation
,
EPD Film
,
EPD Medien
und
EPD Sozial
. Neben all dem stehen auch Online Informationen zur Verfügung
Der Beruf des Journalisten
Der Begriff des Journalismus umfasst in Deutschland ein weites, um nicht zu sagen fast uneingeschränktes Feld. Es gibt weder ein rechtlich festliegendes noch ein allgemein-gesellschaftlich eingegrenztes Verständnis davon, wer sich Journalist nennen darf und wer nicht. Aufgrund der gesetzeslage in Deutschland darf sich jeder als Journalist bezeichnen, der sich wie ein Journalist fühlt. Dies begründet sich vor allem in GG, Artikel 5:
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
Zusätzlich zum Grundgesetz haben die einzelnen Bundesländer eigene Gesetzte und Richtlinien im Bezug auf den Journalismus. Die Richtlinien Niedersachsens besagen vor allem, dass Journalismus und Medien einen Beitrag zur Bildung leisten, bei Meinungsbildung helfen und Informationen bereitstellen sollen.
Die aus dem Gesetz hervorgehende Freiheit des Journalismus stellt jedoch kein direktes Problem dar. Negativ betrachtet führt es dazu, dass schwer zu differenzieren ist wer seriöser Journalist ist und wer nicht - und welchen Lebensweg man überhaupt einschlagen muss um Journalist zu werden. Positiv betrachtet jedoch eröffnet er den Menschen, die den Beruf des Journalisten anstreben, weitaus mehr Möglichkeiten. Heutzutage können die wenigsten Journalisten ein abgeschlossenes Journalismusstudium vorweisen. Dies ist großteils sogar ausdrücklich unerwünscht, da man Angst vor fehlender Originalität bei geschulten Schreibern hat.
Doch wie wird man nun Journalist?
Zunächst gibt es die bereits erwähnten Studiengänge des Journalismus und spezielle Journalismusschulen. Dort sind die Aufnahmebedingungen meist sehr hart und man braucht einen hohen Numerus Clausus, damit der Abschluss später zum Job verhilft. In den meisten Fällen achten Arbeitgeber im Journalismusbereich vor allem auf Erfahrung. Darum heute heute circa 80% aller Journalisten mit einem Voluntariat oder sind freier Mitarbeiter. Das bedeutet, dass man als Journalist zunächst mit dem nötigsten zum Leben auskommen muss, um erst später eine Festanstellung und gutes Gehalt zu bekommen.
Der EPD hat heute noch Voluntäre, beschäftigt allerdings keine freien Mitarbeiter mehr.
Als Journalist bei einem Pressedienst arbeitet man hauptsächlich mit Fakten, die kurz zusammengefasst an Print- und Bildmedien weitergereicht werden. Da der Reaktionsschluss bereits vor Jahren abgeschafft wurde, gehen bei den Pressediensten fast twentyfour-seven Nachrichten und Informationen über die Schreibtische. Die Wertung von Themen liegt meist eher weniger bei den Journalisten des Pressedienstes, obwohl Zeitungen hin und wieder auch komplette Artikel von Pressediensten kaufen und drucken.
Generell gilt für Journalisten im Pressedienst jedoch die Reihenfolge, welche man besser nicht auf den Punkt bringen kann: Genauigkeit vor Schnelligkeit vor Stil.
Obwohl oft anders vermutet, arbeiten die Journalisten des Evangelischen Pressedienstes von der Kirche und anderen Institutionen unabhängig. Dies ist der Fall, obwohl der EVP durch Kirchensteuern finanziert wird.
Während der Journalismus des EVP sich früher auf die Evangelische Kirche direkt betreffende Themen beschränkte, berichten sie heute auch über sogenannte "A-Themen". Dieser Begriff umfasst z.B. Alleinstehende, Ausländer und Asylsuchende, also allgemein geschellschaftliche Probleme, Vorkommnisse und Fragestellungen.
Kompetenzen
Die Arbeit als "Journalist/in
erfordert einiges an Kompetenzen. Bereits in der Bewerbungsphase wird darauf geachtet, dass die Bewerber bereits wichtige
persönliche und methodische Kompetenzen
erworben haben. Viele der gewünschten Kompetenzen und Eigenschaften beziehen sich auf das Gebiet des Journalismus als solches, doch auch speziell auf den Evangelischen Pressedienst zugeschnittene Kompetenzen werden bedacht. So ist es von Vorteil, wenn potenzielle Bewerber beim Evangelischen Pressedienst religiöses Interesse und eine Beziehung zur Evangelischen Kirche haben. Die wichtigsten persönlichen und Fachkompetenzen sind im Folgenden ohne hierarchische Bedeutung aufgelistet:
- Neugierde
- Sicherheit im Bezug auf Rechtsschreibung, Sprachgefühl und Redegewandtheit
- Breites Allgemeinwissen
- Offenheit gegenüber Menschen und Themenbereichen
- Die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen
- Flexibilität
- Psychologisches Verständnis, Umgang mit Menschen
- Selbstbewusstsein und Kommunikativität/ Kontaktfähigkeit
- Ein gewisses Maß an Ungeduld
- Hartnäckigkeit
- Logisches Denkvermögen
- Kreativität
- Konfliktfähigkeit
Viele dieser
Kompetenzen
bringen
Religionspädagogen
aufgrund ihrer Ausbildung mit. Neben Rechtsschreibung und einem sicheren Umgang mit der deutschen Sprache sind sie verlässlich im Umgang mit Menschen und können komplexe Sachverhalte kommunikativ und schriftlich erklären und reflektieren. Aufgrund der didaktischen und padägogischen Aspekte des Studiums der Religionspädagogik sind sie im Umgang mit Menschen selbstbewusst und auf psychologsicher Ebene ein- und mitfühlend. Sie können auf Menschen eingehen und ihr pädagogisches Wissen in Konfliktsituationen positiv nutzen.
Arbeitgeber
Arbeitgeber der beim EPD angestellten Mitarbeiter ist zunächst der jeweilige Landesdienst. Alle Standorte des EDP sind in acht verschiedene Landesdienste vereint, die in der EPD Zentralstation [[[2]]] in Frankfurt am Main ihren gemeinsamen Mittelpunkt finden.
Der Landesdienst von Niedersachsen und Bremen besteht in enger Zusammenarbeit mit dem Lutherischen Verlagshaus, welches wiederrum Teil des Verband Evangelischer Publizistik in Niedersachsen und Bremen ist.
Bild:Epd.jpg
- die jeweiligen Landesdienste und Ansprechpartner:
- Bayern ( epdbayern@epv.de )
- Hessen [[[http://www.epd-hessen.de/|[3]]]] ( frankfurt@epd.de )
- Niedersachsen - Bremen ( hannover@epd.de )
- Nord ( hamburg@epd.de / kiel@epd.de )
- Ost ( berlin@epd.de )
- Rheinland-Pfalz/ Saarland ( rps@epd.de )
- Südwest ( redaktion@epd-sw.de )
- West ( Ingo.Lehnick@epd-west.de )
Weiterführende Informationen
www.epd.de
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